Frei nach Loriot: Ja – wohin laufen sie denn?

Anmerkungen zu: „Für eine solidarische Zukunft nach Corona – Vorschläge zur strategischen Positionierung der LINKEN

Beitrag von Michael Riese, Juni 2020

Nichts wird nach Corona so sein wie vorher, orakelt es in etlichen Texten zu Gesellschaft und Wirtschaft. Wie bei Orakeln so üblich, ist aber zumeist Konkreteres über die Zukunft nicht zu erfahren. Eine Standardauffassung meint, dass in jeder Krise auch Chancen stecken würden – so besonders auch in den Folgen der Coronapandemie für die Änderung der Arbeitswelt, der Wirtschaft und vor allem dem Klimaschutz. „Um es klar zu sagen: An der Pandemie und der von ihr verursachten globalen Gesellschaftskrise ist nichts gut“ (Dörre).

Es ist aber gar nicht ausgemacht, dass die Welt nach Corona derjenigen vorher nicht sehr ähnlich sein wird und die erhofften Chancen verstreichen, wenn sich nicht genügend politische Kraft entwickelt, sie zu verwirklichen. 

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Die Pariser Kommune, linker Antiparlamentarismus, die „Bewegungen“ und Mehrheiten links der Mitte

Ein Beitrag von Dieter Storck, Juni 2020

Im nächsten Jahr, das gleichzeitig ein Wahljahr in Deutschland ist und einige Bedeutung für DIE LINKE haben wird, sowohl was ihre weitere Ausrichtung bzw. politische Nützlichkeit sowie ihre politische Bedeutung angeht, jährt sich zum 150. Mal die Niederschlagung der Pariser Kommune. Im gleichen Umfang jährt sich die Erstveröffentlichung in Deutsch von Karl Marx „Der Bürgerkrieg in Frankreich“ in mehreren Folgen in der Zeit vom 28. Juni bis 29. Juli 1871 in der „Volksstimme“. Darin bilanzierte er die Ereignisse des Pariser Aufstandes – vor dem er im Übrigen gewarnt hatte. Wesentliche Inhalte dieser Bilanz bestimmen bis heute das Denken Linker über Staat und Parlament.

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